KI-Transparenz
Dieses Dokument erklärt, wie die Künstliche Intelligenz in „mitKIdenken" funktioniert, was sie leisten kann und was nicht, wo ihre Grenzen liegen und wer verantwortlich bleibt. Es richtet sich an Eltern, Schulleitung und Datenschutzbeauftragte und ergänzt die Datenschutzerklärung, die die Fragen rund um die Datenverarbeitung behandelt. Es orientiert sich an den Transparenzerwartungen der DSGVO und der KI-Verordnung der EU (Verordnung (EU) 2024/1689, „EU AI Act"), deren Transparenzpflichten in Art. 50 geregelt sind.
„mitKIdenken" ist ein didaktisches KI-Werkzeug für den Schulunterricht, das Schülerinnen und Schüler beim eigenständigen Denken und Schreiben unterstützt. Es ist kein allgemeiner Chatbot: Das System stellt Rückfragen, gibt keine fertigen Lösungen und ist auf eng abgegrenzte Unterrichtssequenzen ausgelegt.
Die KI-Antworten werden vom Sprachmodell Mistral Large Latest des europäischen Anbieters Mistral AI erzeugt, aufgerufen über dessen EU-Endpoint (Paris).
„mitKIdenken" ist kein freier Chatbot, sondern eine konfigurierte didaktische Maschine mit drei Modi, die jeweils eigenen Verhaltensregeln folgen:
Die Lehrkraft wählt Modus und Aufgabe; die KI antwortet innerhalb der Regeln des gewählten Modus. Die Schülerinnen und Schüler werden klar darüber informiert, dass sie mit einer KI und nicht mit einer Person sprechen (Kennzeichnungspflicht nach Art. 50 Abs. 1 EU AI Act).
KI-Systeme sind nicht unfehlbar. Für „mitKIdenken" gilt offen:
„mitKIdenken" ist ausdrücklich nicht vorgesehen
Die didaktische und pädagogische Verantwortung bleibt bei der Lehrkraft. Die KI ist ein Werkzeug, kein Entscheider. Leitprinzip von „mitKIdenken":
Das System reagiert — es agiert nicht.
Es werden keine automatisierten Entscheidungen über Schülerinnen und Schüler getroffen und kein Profil erstellt (kein Profiling im Sinne des Art. 22 DSGVO).
„mitKIdenken" ist auf Datensparsamkeit ausgelegt: Der Gesprächsverlauf wird nicht gespeichert, es werden pseudonyme Kennungen statt Klarnamen verwendet, und die Verarbeitung erfolgt ausschließlich innerhalb der EU bzw. des EWR. Mistral AI verwendet die übermittelten Daten nicht zum Training seiner Modelle.
Die Einzelheiten — verarbeitete Datenarten, Speicherfristen, Empfänger, Betroffenenrechte — sind in der Datenschutzerklärung beschrieben und werden hier nicht wiederholt.
„mitKIdenken" orientiert sich an den Transparenzanforderungen der DSGVO und des EU AI Act.
Nach derzeitiger Einordnung erfüllt „mitKIdenken" nicht die Kriterien eines Hochrisiko-KI-Systems im Sinne des EU AI Act: Es bewertet nicht, es misst keine Lernergebnisse und trifft keine Entscheidungen über den Zugang zu Bildung.
Dennoch orientiert sich das Datenschutz- und Transparenzniveau bewusst an dem Standard, der für Hochrisiko-Systeme gilt — als selbst gewählter Maßstab, nicht als rechtliche Pflicht. Die Kennzeichnungspflicht nach Art. 50 Abs. 1 EU AI Act (Hinweis auf die KI-Interaktion) wird erfüllt.
Dieses Dokument kann angepasst werden, wenn sich das Werkzeug oder die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern. Die jeweils aktuelle Fassung ist unter mitkidenken.de/ki-transparenz.html abrufbar. Stand: 2. Juni 2026.